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Vergangenheit

Es kann auch ein schönes Gefühl sein, wenn einen die Vergangenheit einholt.
Unerwartet und völlig überraschend – da, wo man es am wenigsten erwartet.

Oft ist die Vergangenheit schrecklich: Erinnerungen, die man am Liebsten vergessen würde, so, als wären sie niemals passiert.
Doch diesmal ist es anders, und ich muss zugeben, es gefällt mir.
Ich hab noch nie zuvor mit jemanden geredet, der die selben Jahre die selbe „Position“ wie ich hatte – den selben Blickwinkel.
Jahrelang im selben Raum und docht wusste ich nichts über ihn als seinen Namen.
Aber durch diese Gespräche scheint das, was passiert ist zwar schrecklich – aber nun gleichgültig.
Schließlich waren wir jung, waren Kinder.
Und es wird Zeit, das endlich einzusehen.

Vielleicht macht mir das Mut, endlich darüber zu lachen?

Sehnsuchtswiese

Für dich

Freundschaft.

Wie oft habe ich mir nun schon darüber Gedanken gemacht?
Und immer noch frage ich mich, was Freundschaft ausmacht.
Geben, ohne zu nehmen?
Gleicht das denn nicht Ausgenutzt werden?
Doch darf man denn auch erwarten?

Ich will erwarten.
Atmen, ohne erstickt zu werden.
Leben können, ohne immer die letzte zu sein.

Jah, es gab schöne Zeiten, doch nun fühle ich mich wiederum um Jahre zurückversetzt.
Als alles, was mich so glücklich machte, wieder zerbrach.
Ich will mit ihm reden, es ihm sagen.
Doch immer wieder verpasse ich die Möglichkeit.
Ich stehe vor ihm, und vergesse plötzlich das, was mir so sehr am Herzen liegt.
In der Angst, er würde es nicht verstehen,
Er würde mir nicht zuhören.
Es abstreiten.
Mich beschuldigen.
Denn die Schuld bei sich selber suchen, würde er niemals.
Vielleicht heilt die Zeit.
Vielleicht verändert sie.
Aber vielleicht ist keine Lösung.

Was soll das?
Wieso bist du so zu mir?
Was habe ich dir getan?
Ich bin ein Mädchen, genau wie deine anderen.
Hast du mir nicht einmal gesagt, wie viel ich dir bedeute?
Was für eine gute Freundin ich nicht sei?

Jah, es gab Zeiten, da hast du mich glücklich gemacht.
Wir waren zusammen, jeden Tag.
Mit dir verbrachte ich so viel Zeit wie mit niemand anderem in dieser Zeit.
Da warst du noch anders zu mir.
Es war davor.
Doch ich habe mich nicht geändert,
Ich bin immer noch die gleiche wie zuvor.
Und wer weiß das besser als du?

Ist es die Zeit, die uns trennt?
Dass wir uns früher jeden Tag sahen, und nun viel weniger?
Macht es denn wirklich so viel aus?

Ich bin glücklich.
Fröhlich.
Doch dann treffe ich euch.
Und ich verfalle in eine Stimmung, die ich mir nicht erklären kann.
Meine Kehle scheint wie zugeschnürt,
Kein Wort, das ich sagen kann.
Kein Wort, das mir einfällt.

Ich bin ratlos.
Ich stehe da.
Mitten unter euch.

 

Warum siehst du nur meine Fehler, die doch deine sind?
Und wieso sind nur meine schlecht und deine gut?

Egal

Egal was du tust.
Egal, wie wenig du mir auch antwortest.
Egal, wie abwehrend das für mich auch klingen mag.
Unter besten Freunden versteh’ ich was anderes, und du sagst es mir doch immerzu,
Zuletzt am Sonntag.
Ja, da fühlte ich mich gut, ich war stolz auf mich, eine solche „Position“ erreicht zu haben.
Doch dann stößt du mich zurück.
Und ich frage mich ein weiteres Mal:
Bin ich dir wirklich wichtig?
Lohnt es sich eigentlich noch, mit dir befreundet zu sein, oder zieht es mich doch nur hinunter?
Doch da ist kein anderer Weg – da bist nur du.
Bist du denn zu allen deinen Freundinnen so?
Ich könnte dir zeigen, das du so nicht mit mir zum umgehen hast.
Denn ich bin ein Mensch wie du, und wie deine Freunde,
Und erwarte, auch so behandelt zu werden.
Doch ich weiß, wenn ich das täte, würdest du mich hassen,
Dass ich mich über dich gestellt habe.
Denn niemals darf eine Frau mehr Macht haben als ein Mann.
Ach, wenn du nur reden könntest…
Wie sehr wünsche ich es mir!
Doch ich weiß, leider, es ist unmöglich.
Es wird immer so weitergehen, denn ich will dich nicht verlieren.
Stattdessen lasse ich mich ausnutzen, niedermachen und ausstoßen.
Denn du bist wie ein kleines Kind, das ein Spielzeug nicht mehr gefällt, und es wegwirft,
Wenn es nicht mehr gefällt.
Vielleicht bleib ich für immer in dieser Ecke liegen, bis du zu alt wirst, mit mir zu spielen.
Und das wird bald so weit sein, ich weiß es.
Doch statt liegen zu bleiben, werde ich aufstehen.
Und anstatt wegzulaufen, mir andere Kinder zu suchen,
Versuche ich, wie ich es doch immerzu tue, dich zu ändern.
Obwohl ich weiß, wie sinnlos es ist, dir die Wahrheit über uns Menschen zu zeigen,
Denn du siehst sie nicht.

Denn du siehst mich nicht.
Du siehst niemanden.

Liebe, die nie vergeht

Manchmal gibt es Momente, in denen man meint, alles zu verstehen.
Dass Liebe oft so groß erscheinen mag,
denn warum sollte die Liebe enden, auch, wenn der andere sich blöd verhält?
Liebe besteht aus Vertrauen, enttäuschen, und verzeihen.
Beiderseits.
Doch oft ist dies nicht der Fall, auch, wenn die Liebe so groß sein mag.
Enttäuschungen sind so überwältigend, so zerschmetternd, doch die Flamme der Liebe erlischt so nicht.
Manchmal erlischt sie niemals.
Denn ich weiß, wovon ich rede.
Leider.
Aber sieh doch: es zerfrisst dich bloß, weiter zu lieben.
Denn du musst dir selber etwas wert sein:
Du musst dich fragen: ist die Liebe denn noch auf beiden Seiten so stark wie sie einmal war?
Erst, wenn du eine ehrliche Antwort bekommen hast, solltest du eine Entscheidung treffen.
Doch lass dir eins gesagt sein: die Liebe bleibt.
Doch es wäre besser, wenn sie verschwinden würde.
Doch sie tut es nicht.
Niemals.

Wie Sand am Meer

Enttäuschungen gibt es auf dieser Welt leider wie Sand am Meer.
Und wenn sie treffen, hat man das Gefühl zu ersticken und von der ganzen Welt
im Stich gelassen zu werden.
Da ist nichts, was einen aufheitern kann.
Das Glücklich-Sein scheint wie vom Erdboden verschluckt.
Den Tränen nahe versucht man, nicht an diese Enttäuschung zu denken.
Misserfolg.

Die Erinnerungen geistern in meinem Kopf – schöne, glückliche.
Doch nie wieder werde ich sie erleben.
Nie wieder so ungezwungen sein wie in dieser Zeit.
Diese Stimme, diese Augen, alles.

Leere.

Wir haben uns überschätzt

Wir haben uns einfach nichts mehr zu sagen.
Nach so vielen Monaten.
Aber ich bin auch froh darüber.
Zwar denke ich im Guten an die Zeit damals zurück,
Doch andererseits denke ich auch, dass Liebe blind macht.
Kaum war es aus, ging alles in die Brüche.
Unsere Verhaltensweise war zwar noch die Gleiche,
Doch die Körperliche Nähe fehlte.
Und daran zerbrach auch noch das letzte, das wir hatten: unsere Freundschaft.
Wenn es jemals eine gab…
Und nun sehe ich nur zu, wie er sich immer mehr in die Falsche Richtung entwickelt.
Freunde verliert, und denkt welche zu gewinnen.
Und keine Ahnung hat, was er eigentlich tut.
Unser Lied..


Wir haben uns überschätzt
Wir haben gehofft das aus Differenzen noch Liebe wächst
Wie haben befürchtet das irgendwann alles kommt wie es muss
Und doch kämpfen wir Beide noch bis zum Schluss

… es erscheint mir immer mehr wie die Realität, als hätte ich es von Anfang an gewusst.
Unsere Differenzen gesehen.
Doch die „Liebe“ war doch stärker.

Ich habe ihm einen Schatz gegeben, den ich nie wieder erlangen werde.
Ich bereue es nicht, doch wenn ich an ihn speziell denke, und dass ich genau ihm diesen Schatz
geschenkt habe, bereue ich es.
Doch man darf es nie bereuen.
Sondern positiv darüber denken.

Und irgendwann wird alles wieder gut.

Wozu ein einziger Mensch fähig sein kann

Niemals hätte ich zu denken gewagt, dass ein einziger Mensch das Leben eines anderen Menschen zerstören kann.
Alles Glück zunichte macht, zum Außenseiter werden lässt und dabei nur lachend zusieht.
Ich hasse sie dafür, ich werde es immer tun.
Denn mein allergrößter Wunsch wird dank ihr nie, nie, niemals in Erfüllung gehen.
Normal zu sein.
Leben zu können.
So, wie alle anderen.
4 verdammte Jahre, die mich verfolgen, unaufhörlich.

An einen sehr, sehr guten, alten Freund

Er hat mir viel bedeutet.
Sehr viel – so viel mir noch nie jemand bedeutet hat.
Und doch war es nur Freundschaft die uns verband.
(Und vielleicht ein paar Manner-Wafferl, die er mir durchs Fenster reichte.)
Aber inzwischen, nach all dieser Zeit, kann ich mich kaum mehr an ihn erinnern.
Außer an seine Stimme.
Und an die Wärme, die ich verspürte, als ich bei ihm war.
Komisch, dass ich keine Ahnung habe, was Liebe bedeutet,
Jedoch über Freundschaft sehr viel zu wissen vermag.
Ich frage mich, ob wir uns, nach all dieser Zeit, lückenlos wieder so gut verstehen.
Ob wir uns seitdem auseinandergelebt haben?
Ich werde es erfahren.
Und ich freue mich darauf.
Auf ihn.
Und auf den September.

Sehnsuchtswiese

Liebe

Liebe.
Was ist das?
Ich schreibe über sie.
Denke über sie nach.
Ich höre über sie.
Doch wie sie sich wirklich anfühlt, weiß ich nicht.

Frei wie ein Vogel

Nun bin ich endlich wieder frei.
Frei wie ein Vogel.

Denn Vögel darf man nicht einsperren,
Ansonsten verlieren sie ihr schönes Federnkleid,
Ihre schöne Singstimme.
Ihr Leben.

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