Archiv für Mai 2009|Monatliche Archivseite
Vorspielen
Ich habe mehrmals versucht, mir im Klaren zu werden, was ich wirklich will. Dabei habe ich nicht bemerkt,
wie ich mich selber belügt habe, mir selber vorspielte, glücklich zu sein.
Ich konnte einfach nicht ehrlich zu mir sein, es war unmöglich.
Ich brauchte Ablenkung, musste vergessen.
Jetzt im Nachhinein scheint alles viel klarer. Alles, was passiert ist, alles was ich fühle,
und warum ich so fühle. Was ich wirklich fühle, und warum ich das getan habe.
Ich konnte nicht anders, ich musste es tun. Dieses Mal ging es um mich, dieses eine Mal.
Wie oft habe ich nur auf die anderen geschaut, habe alles geduldet, doch ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr.
Es kann und wird so nicht weitergehen, nein.
Ich brauche Ablenkung, jemanden, der zu mir steht, der mich versteht, mir keine Vorwürfe macht,
für alles, was in letzter Zeit passiert ist.
Eine Sache ist mir nun so richtig klar geworden: ich bin nicht bereit dafür, ich werde es lange nicht mehr sein.
Ich habe das Gefühl, all meine Liebe gegeben zu haben – mein Herz ist ausgeschöpft, nichts ist mehr übrig.
Natürlich ist es töricht, mit meinen 16 Jahren so etwas zu sagen – dass ich jemals geliebt habe,
oder, dass ich all meine Liebe gegeben habe. Ich bin einerseits ein pubertäres Kind, das nicht vernünftig denken kann,
und unreif ist – andererseits werde ich aber auch als weise bezeichnet.
Ich kann nicht sagen, was der Wahrheit entspricht.
Ich weiß nur, dass endlich wieder Ruhe einkehren muss.
Sonst gehe ich zu Grunde.
Sehnsuchtswiese
Gedichte, die ich liebe <3
I want you to know, that you are all I ever wanted.
All I ever wished for.
Your are the one and only.
You belong to me like my heart does.
Maybe just because you ARE my heart._________________
Dû bist mîn, ich bin dîn.
des solt dû gewis sîn.
dû bist beslozzen
in mînem herzen;
verlorn ist das sluzzelîn:
dû muost ouch immer darinne sîn.
<33
Ich bin fasziniert von mittelhochdeutsch.. dieses Gedicht ist entstanden um 1100, der Autor ist unbekannt. Jedoch lässt sich darauf schließen, dass der eigentlich Autor dieses Liebesgedichtes in Wahrheit Frau Ava ist – die erste deutschsprachige Dichterin, die auch die Erste war, die sich in der letzten Strophe von „Das jüngste Gericht“ selber vorstellt und auch ihren Namen nennt. Bemerkenswert.
Sehsnuchtswiese
Von Plänen und Fortschritten
Eigentlich hatte ich das nie geplant.
Dass zwischen uns so etwas entsteht, hatte ich nie erwartet.
Als wir uns das erste Mal trafen, dachte ich, das würde eine Freundschaft.
Nein. Eigentlich dachte ich das nicht – ich traf ihn einfach, er war nur einer von vielen,
die ich dort traf.
Er zog mich zwar an, weil er sich anders verhielt, er einfach anders war, als die anderen, doch
erwartet hätte ich so etwas niemals.
Auch seine Augen blieben mir in Erinnerung.
Zeit verging. Krisen begannen. Krisen endeten.
Wir schrieben – ich kann nicht sagen, dass es viel war, denn es war nicht so.
Es waren lediglich Dinge, die ich mir wünschte, die er haben sollte.
Aber dass ich Wochen später so für ihn empfinden würde, konnte ich noch nicht ahnen.
Wie gesagt: ich hatte es nicht geplant.
Doch die Sympathie war da, und dieses Gefühl.
Wiederrum vergingen Wochen. Zwar nicht so viele, wie beim ersten Mal, aber sie vergingen eben.
Und dann war der Abend da, an dem sich vieles änderte.
Nein – nicht vieles, sondern viel eher alles.
Dieser Abend war ein Wendepunkt, an dem mir vieles klar wurde.
Oder besser gesagt: in der Zeit danach. Einen wirklich klaren Kopf bekam ich erst letzte Woche.
Das Gefühl wurde immer stärker, es wuchs.
Und wiederrum fragte ich mich, wie Liebe eigentlich geht: es gibt tausende Menschen auf dieser Welt.
Wie kommt es, dass sich genau zwei Menschen ineinander verlieben?
Bis jetzt habe ich keine Antwort darauf gefunden. Ich weiß nur, dass es einfach passiert,
undabhängig von unserem Willen und unserer Kontrolle.
Ich zögerte, ich war nicht bereit.
Obwohl ich nun schon 2 Monate getrennt war von Thomas konnte ich es einfach nicht.
Doch eines Tages sagte ich zu mir: „Tu es einfach. Du weißt, was du fühlst, und das ist das Wichtigste.
Scheiß auf deine Vergangenheit – nur die Gegenwart zählt. Und, dass du glücklich bist.“
Seitdem habe ich es riskiert. Einfach so.
Hals über Kopf.
Und nun?
Überblicke ich die Fortschritte kaum.
Ich weiß, was kommen wird.
Doch ich habe Angst davor, dass es endet.
Ich brauche ihn.
Er ist so anders, so einzigartig, so besonders für mich.
Mein Hero…
Zum ersten Mal fühlt es sich wieder wirklich an.
Wirklich und gegenwärtig.
Es ist schön.
Und ich hoffe, dass es so schön bleibt.
Sehnsuchtswiese
Wegwerf-Romane
Oft stelle ich mir die Frage: was macht richtig gute Texte eigentlich aus?
Das, was sie vermitteln?
Die Schreibweise?
Ich habe schon viel gelesen, doch vieles bezeichne ich einfach nur als Wegwerfroman.
Trotz, dass der Inhalt vielleicht sinnvoll ist, und die Story die übermittelt wurde, gute Ansätze hat und interessant ist.
Doch umhaun tun mich diese Romane nicht – trotz einer guten Story.
Wenn man eine Geschichte schreiben will, nützt das alleine nichts, wenn man nicht die richtigen Worte verwendet,
um diese Geschichte gut rüber zubringen – so, dass sie erfasst, mitreißt und Gefühle vermittelt, die zum mitfiebern
einladen.
Ich finde es schade, wenn ich den Klapptext eines Buches lese, ihn und die Story als gut empfinde, das Buch kaufe, es aber nach wenigen seiten
enttäuscht zuklappe, da der Schreibstil einfach totaler Schrott ist.
Die Zeiten von einzelnen Talenten wie Shakespeare oder Goethe ist vorbei – die heutige Menschheit legt keinen Wert auf Schreibstil und Richtlinien, die eigentlich
einen richtig guten Roman ausmachen.
Es tut mir ehrlich im Herzen weh, wenn ich Romanschrott in die Hände bekomme.
Immer mehr dieser Art wird veröffentlicht, und dann werden Bücher wie Twilight zu Bestsellern, die keinerlei guten Schreibstil aufweisen…
Sehnsuchtswiese
Von wegen Hitler-Fanatiker…
Da wird über unsere Aufstände gelästert – aber keiner sieht, was wir Jugendliche wirklich wollen:
ein reines Österreich.
Nicht, dass wir wie damals andere Religionen verhassen und nicht akzeptieren.
Vielen geht’s vor allem nur darum, dass Österreich Österreich bleibt. Und dass wir nicht zu
einer halben Türkei werden.
Es ist schrecklich, wenn man im eigenen Land (!) Angst haben muss, als „Scheiß Österreicher“ beschimpft
zu werden, oder auf der Straße von dunkelhäutigen angepöbelt zu werden.
Ja, ich habe wirklich Angst. Es kann nicht wahr sein, dass man von Einwanderern beschimpft
und belästigt wird, und das oftmals in nur halben deutsch.
Oder dass neben mir in einer anderen Sprache geflüstert & gelacht wird, wo doch sonnenklar ist, dass
ichs nicht verstehe.
Wenn schon Österreich, dann Österreich im Ganzen:
Die Sprache, die Kultur, die Sitten, die Menschen – all das sollten die Einwanderer akzeptieren und lernen.
Ohne diesen Grundbaustein sehe ich keine Aufenthaltsgenehmigung.
Natürlich gibt es hin und wieder Menschen, die übertreiben, in dem sie schreien
„Vergast gehören die!“ oder „ABSCHIEBEN, ABSCHIEBEN!“ – ja, das ist ein Skandal, und Aussagen dieser
Art dulde ich nicht.
Aber vor allem muss ich sagen:
Damals hatten die rechts orientieren andere Ansichten als die heutigen.
Und dass Jugendliche mehr zu blau tendieren, liegt wahrscheinlich daran, dass sie ihr Land wieder haben wollen.
Und nicht daran, dass sie Hitler nacheifern.
Es muss etwas getan werden.
Und zwar sofort!
Vielleicht noch ein Gedanke:
Da lästern sie über uns Jugendlichen, die unser Land verteidigen – aber Homo-Ehe bleibt immer noch illegal…
Da fängt man schon an zu denken…
Sehnsuchtswiese
Angst
Dieses Mal ist es die simple Realität, die mir so Angst macht.
Das starke Gefühl, das ich nicht benennen kann.
Wenn ich es könnte, würde ich sagen, es ist Liebe.
Doch ist es nicht zu früh dafür?
Ich hab Angst vor der Realität, vor der Tatsache, vor mir.
Vor meinen Gefühlen, vor der Wahrheit.
Davor, dass aus einer Schwärmerei Ernst werden kann.
Und davor, dass ich zum ersten Mal seit Jahren wirklich weiß, was ich will.
Ich habe auch Angst, dass es nicht funktionieren kann.
Dass ich etwas Wertvolles verliere,
Und mein Herz ein weiteres Mal schwächer und schwächer wird.
Ja, ich habe Angst.
Doch ich weiß auch, dass ich mich durch diese Angst nicht abhalten lassen darf.
Denn man muss riskieren,
Um etwas erreichen zu können.
Sehnsuchtswiese
Wieder und wieder..
Ich tu’s wieder.
Wieder und immer wieder, als würde ich nie mehr Ruhe finden.
Ruhe von diesen Erinnerungen – sie sollen weggehen, er soll verschwinden.
Die Gedanken sollen verschwinden, nur diese blöden Gedanken.
Und die Lieder.
Secondhand Serenade…
So schön, so unglaublich schön.
Aber ich will sie nicht mehr.
Ich will ihn nicht mehr sehen,
Nicht mehr dieses Lächeln,
Nicht mehr diese Augen.
Jeder Tag beginnt damit,
Jeder Tag endet damit.
Als wäre ich gefangen in mir, in meinen Erinnerungen.
Aber je öfter ich mich damit auseinandersetze, desto mehr bekomme ich das Gefühl, es vergessen zu können.
Ich will nicht mehr. Wieso kann man nciht einen gewissen Abschnitt im Leben einfach vergessen?
Das Gefühl, verstanden zu werden.
Manchmal wünsche sich jemanden zum Reden.
Ich weiß genau, mit wem.
Bei ihm fühle ich mich verstanden, egal wie viele Meinungsverschiedenheiten
wir auch haben.
Ich habe das Gefühl, er kennt mich besser, als ich mich selber.
Kann mir etwas über mich erzählen, das mir selber neu ist – denn ich habe es noch nie realisiert.
Ich mag dieses Gefühl.
Es ist so schön, verstanden zu werden.
Danke.
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