Archiv für April 2009|Monatliche Archivseite
Vielleicht
Vielleicht wollte ich das ja.
Vielleicht etwas ganz anderes.
Je mehr ich darüber nachzudenken versuche, desto absurder kommt es mir vor.
Es ist wie ein Wirbelsturm, ein Sturm der Gefühle, der nicht aufhört zu wüten.
Stimmen der Verzweiflung reden auf mich ein, als wären sie meine eigenen.
Ich muss zugeben, dass sie immer mehr Teil meiner selbst werden,
als würden sie zu mir gehören, mich nie wieder verlassen.
Und dennoch ist der einzige Sinn, den ich in ihnen sehe, unklar.
Sie verwirren mich, denn ich weiß nicht, was sie von mir wollen.
Ich will leben, heute, hier und jetzt.
Glücklich sein, nicht heimgesucht von Stimmen, die mich durcheinander bringen, gerade dann, wenn ich einen klaren Blick benötigte.
Es ist so sinnlos, davonzulaufen. Aber ich versuche es, immer und immer wieder.
Doch je weiter ich renne, desto schneller bin ich wieder da, wo ich angefangen habe.
Sie hat es gesagt, damals. Ich hätte wohl auf sie hören sollen. Ihre Warnung ernst nehmen, ihren Rat befolgen.
Mir hätte klar sein müssen, dass auch sie ein Teil von mir ist, genauso wie die Stimmen, die mich immerzu begleiten.
Sie redeten durcheinander, verursachten mir Kopfschmerzen.
Der Druck wurde immer größer, und irgendwann begann ich, aufzugeben, darüber nachzudenken.
Wieder diese Augen…
Wieder seine Augen.
Wieder diese Augen, die mich so verzaubern.
Die so viel ausdrücken.Doch nun ist es nur erschreckend, wie kalt sie sind.
Mir gegenüber.
Oder bilde ich es mir nur ein?Vielleicht verbirgst dieses Grün nur etwas hinter sich,
Etwas Geheimes,
Etwas Kostbares.Doch ich weiß, dass ich es niemals erfahren werde.
Wie lange nun schon?
Ich habe aufgehört, die Tage zu zählen,
Die Wochen, die Monate.Und immer noch…
Sehe ich in diesen Augen etwas, dass ich nicht sehen sollte.
So wie’s ist,
Ist’s gut.
Wir haben uns wieder getroffen. Zwar nicht alle, aber ich habe sie wieder gesehen, und ich bin froh, dass sie mir nicht mehr böse sind.
Ob sie’s jemals waren? Wenn nicht, würde das letzte Jahr umsonst gewesen sein.
all die Sorgen, keine Freunde zu Hause zu haben wären umsonst gewesen.
Sie waren immer da, sie wären immer bereit gewesen, mir zuzuhören.
Vielleicht waren alle meine Zweifel an sie falsch gewesen. Falsch und übertrieben.
Doch jetzt scheint alles wieder okay zu sein.
Vielleicht wird alles wieder gut.
Das wäre toll.
Für unser RECHT!
Leserbrief in den OÖN:
Die Jugenldichen interessiren sich nicht für Politik, aber wenn es um die Streichung von autonomen Tage geht sind sie sofort am Demonstrieren.
Frau [Name nicht genannt]: Hiebei geht es nicht um das Interesse an der Politik, sondern um unsere Bildung. Wenn und nun jemand unsere Freizeit nehmen will, bäumen wir uns dagegen auf – was klar ist. Würden sie doch auch tun, wenn es ab sofort keine Bügeleisen mehr geben soll, sie sich jedoch nicht für die Technik dahinter interessieren.
Nebenbei ging es nicht nur um die freien Tage, sondern viel eher um unser Recht und um die Bildungsmilliarde. (Und um VIEL mehr!)
Darum, mehr mitbestimmen zu dürfen.
Denn schließlich geht es um uns als Schüler, und nicht um uns als Politik-Interessierte.
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun, und darf uns nicht angerechnet werden.
Unser Recht: wir sind genauso Menschen wie alle anderen. Nur Schüler. Eben pubertierende „Kinder“, die nicht ernst genommen werden. Aber dürfen unsere Rechte deshalb mit Füßen getreten werden? Darf mit uns getan werden, was man will?
An uns sollte nicht gespart werden. Spart lieber an Linz09. Denn die Besucher von Linz werden später nicht in Österreich wählen – das tun WIR. Wir Schüler!
Wir Schüler haben nicht das Recht zu streiken – eine Frechheit in meinen Augen. Eben nur eine Vorsichtsmaßnahme, um mit uns Schülern zur Zeit von Krisen tun zu können, was man will, ohne dass wir uns dagegen aufbäumen.
Dieser Streik heute war nicht der letzte.
Und eines steht fest: Schülerstreik 2009 wird in die Geschichte eingehen. Bilder von Massen, die man nicht vergisst.
Streik! – Teil 2
Freitag rückt immer näher.
Morgen, erste Stunde wird beschlossen, wer zum Streik fährt.
Doch wirklich Sinn hat es, wenn wirklich alle fahren. Auch die, die Schularbeiten haben. Denn nur dann setzen wir ein Zeichen. Unsere Klasse hat am Freitag Internatskochen. Wie blöd, wenn mittags kein Menü am Start steht
Was ich zugegebenerweise erst heute erfahren habe, ist, dass unsere Maturavorbereitungszeit gestrichen wird – das geht einfach nicht. Zeit, in der sich der Lehrer nur um uns kümmert, uns unsere Schwächen sagt, uns hilft.
Ehrlich: wir lassen uns das nicht gefallen. Dass an uns Schülern gespart wird, ist eine Frechheit. Wir sind die Zukunft von morgen.
Heute haben wir erfahren, dass wir NICHT das Recht haben, zu streiken, da wir ja Schüler sind. Tyah, so lässt sich doch alles mit uns machen.
Ebenfalls spricht sich gerade rum, dass es von Anfang an klar war, dass alles auf uns Schüler zukommt. Von Anfang an wusste Frau Schmied, dass die sie diese 2 Stunden bei den Lehrern nicht durchbekommen wird.
Es war klar, dass wir Schüler darunter leiden. Wehrlos als Mehrheit. Als Zukunft unseres Landes.
Als Menschen mit Rechten.
Ein letztes mal: Ist euch eure Bildung was wert?
Dann kommt am Freitag, dem 24.04.09 um 11:00 zum Schillerpark Linz!
Streik am Freitag!
Jaja, wenn sich nun die Lehrer damit zufrieden geben, dass sie schul autonome Tage einbüßen müssen, werden wohl wir Schüler leiden müssen. Haben nun die Lehrer keine Last mehr, müssen sie wir Schüler tragen. Am Tag 2 Stunden länger Unterricht, bedeutete für die Lehrer 2 Stunden länger Vorbereitungszeit zu Hause & dass junge Lehrer ihren Arbeitsplatz verlieren. Für uns Schüler bedeutete es: gute, junge Lehrer aufzugeben, die uns viel mehr beibringen und den Unterricht frisch halten, als kurz vor der Pension stehende, ausgeschöpfe Lehrer.
Aber nun mussten wir unsere schul autonomen aufgeben – die uns und auch den Lehrern (!) einen Kurzurlaub ermöglichten. Nun kann es sein, dass ein Donnerstag beispielsweise ein Feiertag ist, und am Freitag wieder Schule.
Als Täglichfahrer mit einer halben Stunde Fahrzeit sehe ich daran kein Problem.
Als Lehrer mit Auto ebenfalls nicht.
Als Internatsschüler mit 2-3 Stunden nach Hause-Weg allerdings schon. Diesen Weg müssen wir so und so schon 2 Mal in der Woche zurücklegen (Hin & Zurück), doch wäre nun ein Tag dazwischen frei gleich 4Mal. Es fallen Fahrtkosten an, die nicht gerade niedrig sind. (Manche Schüler müssen von OÖ nach Wien und zurück!).
Und um das Thema Wochenende im Internat auszuschließen: es gibt keins. Man kann am Wochenende nicht im Internat wohnen. Jedenfalls nicht in unserem, und in vielen anderen auch nicht. (Da fehlt die Verpflegung am Wochenende, die Essen und Erzieher Betreuung bedeutet > also wird’s teuer, und für viele sind die 380 € im Monat auch kaum leistbar)
Dabei muss man bedenken, dass es tausende Internatsschüler gibt. UND Täglichfahrer die pro Tag 2 Stunden mit Bus oder Bahn fahren.
Als ebenfalls wichtiger Aspekt muss der Tourismus betrachtet werden: durch die Wirtschaftskrise werden die Nächtigungen in Tourismus Betrieben immer weniger. Da ja die autonomen Tage nicht mehr sind, gibts keine verlängerten Wochenenden, und somit kein Kurzurlaub in Österreich.
Und wer leidet darunter? Die Menschen, die echt einen Scheiß bezahlt bekommen, sich aber abrackern und sich die schlechten Launen der ausspannenden Politiker/Business Menschen im Wellnesshotel oder Ferien/Sporthotel zumuten müssen.
Vielleicht sollte ich nicht zuletzt erwähnen, dass ich (bzw wir, ich will von UNS reden), dass wir auf eine Tourismusschule gehen, und auch wir eine Zukunft haben möchten. Wir haben so schon sehr wenig Freizeit durch die vielen Praxisfächer, und nun auch noch lange Wochenenden einbüßen?
Sollen wir uns das gefallen lassen?
NEIN!
Das bedeutet Streik!
Am 24.04.09 um 11:00 in Linz/Schillerpark geht’s los. Schon gespannt was uns da erwartet.
Denn bei uns Schülern einsparen, ist wirklich nicht angebracht.
Sehnsuchtswiese
A neverending lovestory
Text/Gedicht, geschrieben im Zug am 17.4.09.
Er ist nicht komplett, da ich nicht weiterweiß. Trotzdem stell ich ihn online ..
A neverending lovestory
I wore the torn in my heart all day long until I found you.
It was the best day I ever had in my so-sad life.
That I met you was more than just luck.
It was unbeliveable destiny.
The moment as I saw you I thought there was an angel, rising in the amazing dusk.
The night went on and I never say you again for the first time.
But you were in my mind.
Forever.
Die Freude am Leben
Ich kann es nicht mehr lesen, verdammt.
Diese gefühlslosen, taktlosen Worte,
Die da stehen, als seien sie als Waffe „unabsichtlich“ an die Öffentlichkeit gerichtet worden.
Als wollten diese Worte, dass jeder sie lesen kann, jeder sie bemitleidet.
Wieder einmal ist es so weit, dass ich damit anfange.
Sie nicht verstehen KANN.
Liebe ist nicht alles.
Freundschaft ist genauso wichtig.
Und Unglück in der Liebe sollte kein Grund für Suizid sein,
Wenn man doch Freunde hat.
Auch wenn sie nur gestohlen bzw. geliehen sind,
Weil man selber sitzen gelassen wurde.
Ein Teufelskreis.
Doch ich bin auch ein Mensch, verdammt!
Ich habe genauso Recht zu leben, Recht zu lachen,
Doch im Moment schnürt mir der Schmerz der Erkenntnis des Verlustes den Hals zu.
Es nimmt mir die Luft zu Atmen,
Die Freude am Leben.
Sehnsuchtswiese
Rein hypothetisch
Ich werde einfach nicht schlau aus dir.
Soundtrack einer Nacht.
Es geht wieder nach vorne.
Ich fühle mich frisch, erfüllt.
Trotz des Restalkohols in meinem Blut, welcher mich träge denken lässt.
Es war ein toller Abend gestern.
» Ja, ich denke, Liebe auf den ersten Blick funktioniert wirklich.
Nur, dass es nicht der Blick ist, denn das wäre zu oberflächlich.
Nein, es ist das Gefühl, das man hat, wenn man den jenigen ansieht.
Man spürt es einfach. «
Und dann nahm der Abend seinen Lauf. Einfach so, ganz unerwartet. Ich hatte es nicht geplant. Denn wenn ich es hätte, wäre es nicht passiert.
Ich sehe die Augen immer noch vor mir. Normalerweise schreibe ich nur in Geschichten davon, wie sehr diese Gestalt die Augen von ihm faszinieren, doch dieses Mal war es Wirklichkeit.
Dieses Mal faszinierten mich seine Augen.
Sein Lächeln, seine Stimme.
Seine Art.
Ich spüre ihn immer noch.
Seinen Körper, seine Hände.
Wir.
Wie wir uns küssten.
Auf der Tanzfläche.
Wie wir durch die Menge gingen,
Hand in Hand.
Wie wir lachten, Spaß hatten.
Es erinnerte mich so sehr an „Soundtrack einer Nacht“
Es war so schön.
Sehnsuchtswiese
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