Einen Vogel kann man nicht vom Fliegen abhalten…
Als ich dich ansah, den Glanz in deinen Augen sah, wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen konnte.
Aber irgendwann war es zu spät. Irgendwann warst du weg, fast wie ein Luftballon, der in die Luft steigt. Man sieht ihn, doch zurückholen kann man ihn nicht.
Es war zu spät – für dich. Für mich. Für uns alle.
Dabei hätte ich es doch wissen müssen! Ich hätte dich nicht loslassen dürfen, dich immer fest bei mir behalten.
Als du geboren wurdest, war dein Schicksal festgelegt, wie das Schicksal des davonfliegenden Luftballon.
Nun bist du frei, nun kann ich dich nicht mehr halten.
Immer noch muss ich weinen, wenn ich daran denke. Die erste Träne, die dir über die Wange rann, meine Worte, die dir sanft ins Ohr flüsterten, dass alles wieder gut werden würde. Du hast mich weggestoßen, und bist weggerannt. Ohne ein Wort. Ich versuchte mir vorstellen, wie es dir ging. Doch so sehr ich mich auch auf dich konzentrierte, ich konnte deine Gefühle nicht wahrnehmen. Die Mauer um dich herum war zu dick, zu dick, um sie zu durchbrechen.
Da habe ich mich umgedreht, und bin gegangen. Es war falsch, auch damals wusste ich es.
Doch einen Vogel sollte man nicht vom Fliegen abhalten. » Ein Vogel muss frei sein «. Das hast du immer zu mir gesagt. In dieser Zeit hatte ich nicht begriffen, was du damit gemeint hast. Aber jetzt, da ich mich umdrehte, war es so klar, wie das Stille Wasser.
Und jetzt bist du weg.
Nie wieder wirst du zurückkommen.
Nie wieder werde ich dich lachen hören,
Deine schönen Augen sehen.
Du hast deine Entscheidung getroffen.
Einen Vogel kann man nicht vom Fliegen abhalten…
Diesen Text habe ich geschrieben zu diesem Song:
Just so You Know – Jesse McCartney
Er hat mich dazu inspiriert. Und mich dazu gebracht, mich so zu fühlen, wie der Erzähler. Fast hätte auch ich geweint…
Sehnsuchtswiese
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