Abschied
Und wieder ein Abschied.
Wenn ich es getan hätte, wenn ich geredet hätte, wenn ich eine Freundin wäre, würde ich nun niedergeschlagen sein. Deprimiert durch das „Nie wieder“ – denn das ist das Schrecklichste am Abschied. Das Schrecklichste auf dieser Welt. Vielleicht werde ich sie
nie wieder sehen – gestern habe ich das erste Mal daran gedacht.
Verena, Stefan, Sonja, Marie, Richie.
Ich will nicht daran denken. Sie sind Menschen, die mir irgendwie ans Herz gewachsen sind, auch, wenn sie nichts davon wissen. Dabei kenne ich sie doch kaum! Dennoch ist da eine Verbindung, eine innige Verbundenheit. Ich will ihnen sagen, wie sehr sie mir geholfen haben. Insbesondere Stefan – denn durch ihn bin ich irgendwie anders. Ich fühle mich anders. Du hast mich akzeptiert, so wie ich bin. Das ist und war toll.
Aber auch Verena, denn sie war mir auf eine eigenartige Weise verbunden – denn wir waren gleich, irgendwie. Und doch so unterschiedlich! Wir hatten andere Freunde, andere Einstellungen, einen anderen Style. Aber auch sie war mir eine große Hilfe, auch, wenn ich jetzt nicht mehr genau weiß, wie.
Doch nun will ich Richie nennen – zwar ist die Erinnerung nicht erfreulich, aber amüsant und lehrreich. Wer ihn nicht kenn, kann dies nicht verstehen. Er gibt sich so anders, als er wirklich ist … ich spüre es. Seine Anwesenheit hat etwas geborgenes, etwa skribbelndes – was nicht umbedingt mit Liebe zu tun hat.
Dieser ist der erste Eintrag, in dem ich Namen erwähnen will. Bisher fand ich es unnötig und ruferisch, die Namen zu nennen. Doch sie sind es Wert, genannt zu werden.
Ich danke euch für all das, was ihr mir gegeben habt, obwohl ihr es nicht bewusst getan habt.
Auch dannke ich allen, die mich sehen, wie ich bin. Ihr macht mir die größte Freude, die man mir bereiten kann.
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