Archiv für Juni 2008|Monatliche Archivseite

Von Zügen, die schon längst abgefahren sind…

Die schönsten Stunden am Tag sind die Morgendstunden – wenn die Sonne schon leicht über den Horizont guckt, und die Vögel anfangen zu Zwitschern. Jeder Tag ist ein Geschenk des Himmels, ein Neubeginn, und man sollte seinen Tagesablauf daran ausrichten, selbst ich muss lernen, das zu machen. Jeder Tag sollte anders sein, nicht so öde wie meine.
Und wieder frage ich mich, wie ich das anstellen soll. Es ist nicht so, dass sie mir egal wären. Ich habe längst aufgegeben, dem Zug, der schon längst abgefahren ist, nachzulaufen. Doch, so ein alter Freund, wollte ich wirklich zu den Menschen, die im Zug sind, würde ich es zum Zug schaffen. Aber wie ist es umgekehrt? Würden sie anhalten, wenn ich ihnen etwas wert wäre? Ein endloses Spiel würde beginnen. Jeder würde denken, Recht zu haben. Doch sie wären die Mehrzahl – und die Mehrzahl hat immer Recht. Aber nicht dieses Mal.
Ich werde dem Zug nicht mehr nachlaufen. Nie mehr. Es hat doch keinen Sinn. Und nun aheb ich Angst, dass sie denken, sie sind mir nichts wert. Aber was heißt schon „wert“ … sie sind doch „nur“ Menschen, die ich verloren habe, wie doch schon so viele andere. Sie waren mir viel wert, ja. Aber jetzte? Es soll keine Beleidigung sein, es ist die Wahrheit. Ich bemühe mich nicht mehr, denn sie tun es auch nicht. Es beruht auf Gleichzeitiger Gegenseitigkeit.

Sehnsuchtswiese

Es ist falsch …

Der Warme Wind, der durch mein geöffnetes Fenster hereinweht, streicht mein Gesicht. Es fühlt sich gut an. So warm, so vertraut. Früher war mir nie aufgefallen, dass jede Jahreszeit einen anderen Geruch hatte. Alles hat erst im Winter angefangen, als …

Der Winter … es riecht nach Schnee, nach Abschied. Aber es ist gut.
Der Frühling … alles riecht ned, erfrischend…
Der Sommer … er riecht vertraut, aufmunternd, als wollte er mir zeigen, dass die Welt so schön sein kann.

Doch sie ist es nicht immer. Jedenfalls nicht für mich. Ich weiß, dass es Falsch ist, was ich tue, doch wie kann ich anders? Es ist nicht gut für mich. ich kapsle mich ab. Doch ist das nicht genau das, was ich wollte? Ja – aber ich konnte doch nicht wissen, das es so kam. Ich konnte nie ahnen, dass nun all die Schuld mir in die Schuhe geschoben wird. Wofür, ist mir nicht klar. Es ist nur so, dass ich nicht einsehe, dass ich mich immer melden soll. Alles, was ich geantwortet bekomme ist „Melde dich doch selber.“ Doch sie wissen nicht, wie es ist, so zu sein wie ich, einfach anders. Vielleicht ist es auch das, für das sie mich beschuldigen – dass ich einfach so bin, wie ich bin. Anders. Aber wenn ich das nun so sage, wird jeder das selbe von sich sagen, doch nicht jeder sieht die Welt so, wie ich sie sehe. Ich weiß, was in den Menschen vorgeht. Warum sie so sind, wie sie sind. Ich kann selber kaum glauben, wie viel sich durch die Mimik der Menschen über sie erraten lässt. Lügen, unterdrückte Freude – es ist doch egal, was.
Ich merke aber, dass ich durch das abkapseln wieder zu mir selber finde. Ich hatte immer gedacht, dass ich nur mit Liebe wieder so denken kann. Nur mit echter Liebe. Ich bin verwirrt. Kann man sich in eine Literaturgestalt verlieben? Ist es nicht absurd, wenn man genau weiß, dass die Person nicht existiert? Doch ist es nicht genauso absurd, in jemanden verliebt zu sein, von dem man weiß, dass er die Liebe nie erwidern wird?
Ich muss mir eine neue Theorie überlegen, wie ich wieder zu mir finde. Es ist doch so eigenartig, wie nie zuvor. … Aber schließlich ändern sich die Dinge, und man macht Sachen, die man später bereut. Doch man soll nie bereuen, wenn man in dem Moment glücklich war… ich werde es mir zu Herzen nehmen.

Sehnsuchtswiese

Ferien

Ich sehne mich danach, ihn zu umarmen.
In seinen armen zu liegen…
In seine wunderschönen Augen zu blicken…
Sein schüchternes Lachen…
Sein breites lächeln…
All das erfüllt mich mit Glück…
Mit Freude…
Und Liebe…

Es sind Ferien, und ich bin zu Hause. Doch ich hasse es. Weg zu sein, von all dem, was mich Glücklich machte das Jahr über, erfüllt mich mit Schmerz. Jetzt ist niemand mehr da, mit dem ich reden kann. Niemand mit dem ich lachen kann, niemand mit dem man mal Spaß haben kann. Ich habe das Gefühl, dass all das, was in den letzten Jahren passiert ist, nun in die Brüche geht.

All das, wodurch ich mich Vollkommen Gefühlt habe, obwohl ich’s nicht war. Es ist wohl Zeit, aus der Visuellen welt zu treten, ind die Reale. Ich darf nie wieder etwas verpassen, nichts.

Sehnsuchtswiese

Gleich?

Ich hätte niemals gedacht, dass es möglich ist, jemanden zu finden, der genau gleich denkt.

Man will etwas sagen, doch im nächsten Moment wurde es vom anderen schon ausgesprochen.
Es ist wie Magie, und ich bin überglücklich, so etwas erleben zu dürfen. Aber es ist nicht irgendein
Erlebnis.
Es ist eine Erfahrung, die etwas bewegen kann.
Es gibt keine Zufälle. Ich glaube, es war Schicksal.
Ich kann es irgendwie immer noch nicht fassen, dass man innerhalb von einem Tag so eine Bekanntschaft machen kann.
Und etwas erfahren, dass nicht jedem auf dieser Welt gebührt.

Sehnsuchtswiese

Wieso ist das Leben nur so beschissen?

Wieso muss das Leben nur so sein, wie es ist?
Wieso spielen unsere Wünsche und Träume nur so eine geringe Rolle?
Wieso kann Liebe nicht einfach sein?
Wieso muss alles immer so kompliziert sein?
Es könnte doch alles viel einfacher sein.
Wieso ist es nur so wie es ist?

Ich kann nicht verstehen, wieso manche Menschen nur Pech haben, und andere wiederum
alles haben – Freunde, Liebe und Geld.
Sie werden geliebt, einfach weil sie da sind.
Wieso kann alles nicht gleich aufgeteilt sein?

Wieso muss Liebe nur so schmerzhaft sein?
Man verliebt sich, doch die Liebe wird nicht erwidert.
Wieso verliebt man sich?
Wieso kann das schönste auf dieser Welt nicht einfach Freundschaft sein?


Ich dachte, mein Herz wäre durch Liebe geheilt,
doch es wurde durch die Liebe doch noch mehr zerstört

Ich hasse dieses Gefühl, und ich hasse es, verletzt zu werden.
Doch es passiert.
Ich bezweifle, dass ich mich je wieder so verlieben kann wie damals.
Damals, davor. In einer Zeit, in der alles noch perfekt schien.
Manchmal hat man einfach das Gefühl, dass einem mit kaltem Wasser
ins Gesicht geschlagen wird. Blind und dumm.
Doch erst, wenn es zu spät ist, bemerkt man all seine Fehler.
Soll man sie verbessern? Oder soll man es für immer bleiben lassen?

Ich dachte, ich hätte mich in dich verliebt. Ich dachte, ich hätte es geschafft, all das
zu überwinden.
Ich war wieder glücklich.
Doch dann wurde alles wieder zerstört.
Aber ich muss es akzeptieren.
Menschen, die man liebt, muss man gehen lassen.
Lange noch werde ich an dich denken.
Manche Menschen tauchen im Leben auf, und verschwinden von der Bildfläche.
Vergessen.
Andere wiederum bleiben für immer. Im Herzen. In meinem Herzen.

Ich fühle mich belogen.
Du hast gesagt, du würdest sie nicht mehr lieben.
Doch nun habe ich mehr und mehr das Gefühl, dass du es die ganze Zeit getan hast.
Es ist so, als ob ich nur eine Brücke wäre.
Ich hätte es doch wissen müssen, all die Zeit.
Wie blind bin ich gewesen?
Aber ich hatte mich doch verliebt!

Sehnsuchtswiese

Liebe?

Irgendwie ist es eigenarig, wie schnell man sich verlieben kann, obwohl man denjenigen gar nicht gut kennt. Und dennoch spürt man eine Verbundenheit, die man nicht ignorieren kann. Nichts essen, nur mehr an die Person denken … aber es ist ein schönes gefühl, oh yess :)

and what comes after this time?