Seit ich ihn kenne, denke ich sehr viel darüber nach, wie es war, damals.
Dass ich mich an kaum etwas erinnern kann, verwirrt mich, deprimiert mich.
Es ist schrecklich, einen großen, wichtigen Teil meines Lebens, auf den ich mich doch immer wieder beziehe,
meine Entwickling darauf zurückverfolgt, vergessen zu haben.
Und nicht einmal zu wissen, ob das gedachte, Schreckliche, wirklich stattfand.
Vielleicht ist es nur eine Illusion, ein Schatten meiner Erinnerung, oder bloß Einbildung.
Aber die vielen Stunden, wie ich weinend am Boden meines Zimmers verbracht habe, bittend, sterben zu dürfen,
sind doch nicht ohne Grund gewesen.
Dafür muss es eine Ursache gegeben haben. Dass ich mich genau an diese Ursache nicht mehr erinnern kann,
und mir scheinbar niemand weiterhelfen kann, beschäftigt mich sehr.
Ich könnte so sein wie alle anderen. Glücklich.
Doch obwohl ich Glücklich bin, bin ich nicht wie alle anderen, weil ich nicht immer glücklich war.
Aber vielleicht hat auch genau das meinen Schmerz ausgemacht – die Vermutung, alle anderen wären glücklich gewesen,
nur ich nicht.
Doch es ist vorbei, Jahre trennen mich von dieser verdammten Zeit.
Und doch wünsche ich mir mehr als zuvor Klarheit.
Um andere zu warnen.
Um mir selber zu helfen.
Um zu erzählen, warum ich so bin wie ich bin.
Ich muss den Mut finden, der Vergangenheit in die Augen zu blicken.
Ich muss mich ihr stellen, egal, wie viel Schmerz das auch kostet.
Ich muss es schaffen, ich muss mich überwinden.
Einen besseren Weg finden.
Leben.